Lyrik 1

Abschied
 
Turbulenzen
meiner Seele
Fallwind
trägt ins
Niemandsland
 
Graue Wolken
keine Sterne
himmeldunkle
Traurigkeit
 
Denk an Dich
an Deine Worte
seh verschwommen
Dein Gesicht
und geh
Wie ich bin
 
Du darfst
mich mögen
doch ich bin
nicht dafür da
von Dir
gemocht
zu werden
 
Bin nicht
Dein Eigentum
und muss
Dir nicht gefall'n
bin wie ich bin
und Du
Du darfst
mich mögen
Sehnsucht
 
Du fehlst mir schon
kaum dass
du fort bist
 
mein Seelenprinz
ich sehne mich
nach Dir und
 
Deinen ruhigen Worten
wie eine Amsel
nach dem Morgenlied


Verbrennungen

 

Hab mit
dem Feuer
gespielt
mir die Seele
verbrannt
Wortzaubermacht
nahm mir den
Verstand

 

Entfachte
mein Herz
riß stürmisch
mich fort
Leb in Brandung
und Gischt
kenn' keinen Ort

 

wo Ruhe
ich find
und die Schmerzen
vergehn
Weiß nur
ich sollt
Dich nie
wiedersehn

 

 

 

 

Verschwiegene Wege

 

Verschwiegene Wege
träumende Hände
zitterndes
Flimmern
verborgener
Lust

 

Schreit auf
erhebt sich
aus tiefsten
Tiefen
will leben
will geben
will mehr
als
einen Kus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ...

 

Wenn dies
Gefühl der Ohnmacht
kommt
all mein Denken
ganz blockiert
dann spür ich
wie Du an mich
denkst und
lustvoll nach mir
rufst

Wenn Du
mein Grizzly bist
mein alter Bär
bin ich
der Lachs
den Du gefangen
und wohlig kauend
jetzt verspeist.

 

 

 

 

 

Gewissermaßen Herzkrank

 

Wie ein kleiner
Schmetterling
mit schnellem
Flügelzucken
tanzt das Herz
in meiner Brust
hat täglich neue Mucken

Es flattert traurig
vor sich hin
fast kommen ihm
die Tränen
denn es verlor
die Illusion
es könnt'
Vertrauen geben

Und damit kämpft
es schwer, mein Herz
und zuckt
und flattert weiter
es fragt sich
täglich immer mehr:
wie werd ich wieder
heiter?

 

 

 

 

 

 

Sieben Wünsche

 

Sieben Wünsche
blase ich
voll Hoffnung
in den Wind
die Pusteblume
in der Hand
wie damals
schon
als Kind

Meine Träume
gehn auf Reisen
fliegen wirbelnd
durch die
Luft
tanzen leicht
in großen
Kreisen
hin zu Dir

geliebter Schuft!

 

 

 

 

 

 

 

Tausend Poren

 

Ich schenk
mich Dir
aus tausend Poren
strömt meine Liebe
zu Dir hin
und geb Dir
ach so gerne
alles
was ich bin

Will nichts
für mich
will nur uns Beide
will Dich
ganz nah
an meiner Brust
das Schlagen
Deines Herzens hören
eintauchen tief
in Liebeslust.

 

 

 

 

Gezähmt

Wie eine Muschel
liegt
am Meeresstrand
nach schwerem Sturm
bestäubt
mit Sand
und feucht noch
von der Gischt
doch
wohlig warm
im Sommerwind

So fühl ich mich
an diesem Tag
ganz himmelweich
und müd
und zahm

Abendhimmel

 

Zartrot
und golden
hell und klar
und weit
ganz weit
dem Herzen nah
So leuchtet
heut der
Himmel mir


Im Abendlicht
Denk ich an Dich
rotgold'ner
Traum
vergang'ne Zeit
ein Schimmer Glück
der Ewigkeit

Die Nacht
sie kommt
bist Du
bereit?

 

 

 

 

 

 

 

 

Seefahrersfrau

 

Wogendes Meer
blauer
Sehnsuchtsträume
stürmischer Wind
heftig biegende Bäume
Seefahrersfrau
steht einsam
im Hafen
Sehnsucht
läßt sie seit
langem
nicht schlafen

Er kam in
ihr Leben
wie Donner und Blitz
nahm mit
werbendem Drängen
von ihr Besitz
betörte ihr Wesen
füllte sie aus
doch dann fuhr
er wieder
in die Weite
hinaus

Sehnsucht
verschlingt sie
von Tag zu Tag
mehr
den Blick
in die Ferne
und tief innen
so leer
steht sie
und wartet
fleht sie
und hofft