Passauer Neue
Presse (PNP) vom 20.05.2009
„Farben des Lichts“ lassen Alte Kirche
erstrahlen
Von Theresia Wildfeuer
Ausstellung in Rathsmannsdorf zeigt
Werke von Doris Kohlbacher und Susanne Gibis
alle Fotos: Wildfeuer
Bei der Vernissage: Kunsthistoriker Matthias Koopmann (3.v.l.)
erläuterte den Gästen, darunter Landrat Franz Meyer (rechts), die
Arbeiten von Doris Kohlbacher und Susanne Gibis.
Rathsmannsdorf.
Geometrische Formen in kräftigen, leuchtenden Farben, unter denen sich
ein Vogel oder Frauenkörper verbirgt. Der Leuchtturm von Pointe du Raz
in Frankreich mit den in der untergehenden Sonne hell glänzenden
Wellen. Diese Werke zeigt eine Ausstellung mit Malerei von Doris
Kohlbacher und Photographien von Susanne Gibis zum Thema „Die Farben
des Lichts“, die Landrat Franz Meyer in der Alten Kirche St. Ulrich in
Rathsmannsdorf eröffnete.
Freunde der Kunst zusammen zu führen und Kultur erleben zu lassen, sei
das Anliegen des Förderkreises Alte Kirche St. Ulrich in
Rathsmannsdorf, sagte Vorsitzender Anton Schmid vor zahlreichen
Vernissagegästen. Die alte Kirche sei zum Markenzeichen des
kulturellen Lebens im Landkreis geworden, versicherte Landrat Franz
Meyer und würdigte das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins.
Der Passauer Kunsthistoriker Matthias Koopmann prognostizierte beiden
Künstlerinnen in seiner Laudatio einen großen Weg. Während die eine
mit ihren farbigen Bildern Licht schaffe, nutze die andere die Effekte
des Lichts. Gemeinsam sei ihren Arbeiten der Kontrast.
Die farbenprächtigen Bilder von Doris Kohlbacher stimmten heiter. Sie
habe schon früh in ihrer Kindheit mit der Malerei begonnen, aber den
Beruf der Arzthelferin gewählt. Doch die Kunst habe sie nicht los
gelassen. Sie habe ihre Techniken perfektioniert, an der Akademie
Faber Castell studiert. Seit zehn Jahren widme sie sich intensiv der
Malerei, vor allem in Öl.
Doris Kohlbacher arbeitet ohne Skizze. Malen ist für sie ein kreativer
Prozess. Sie überlässt jedoch nichts dem Zufall.
Auch Susanne Gibis widmete sich früh ihrer Kunst. Sie begann mit neun
Jahren und entwickelte bald eine Leidenschaft dafür. Sie arbeitete als
Bauzeichnerin und Heilpraktikerin, stehe aber seit 20 Jahren im Dienst
der Kunst. Ihre Bilder entstehen auf Reisen quer durch Europa.
3. Bürgermeister Ludwig Moritz beglückwünschte den Förderverein zu der
gelungenen Vernissage, die Kurt Hafen mit sehr gefühlvoll und
ausdrucksstark vorgetragenen Gospels, Spirituals und Volksliedern
umrahmte.
Die Ausstellung ist bis 24. Mai jeweils Samstag und Sonntag von 15 bis
17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 08546/1018 zu sehen.